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So hält geistiges Training den Muskelabbau auf

vor 3 Monaten

Als Couchpotatoes und Computer-Nerds haben wir nun endlich die richtige Trainingsmethode für unsere schlaffen Körper gefunden: Nichts tun. Ja, ihr habt richtig gehört. Forscher wollen herausgefunden haben, dass man allein durch das Denken an körperliche Aktivität stark bleibt. Aber wie kann das sein?

Ein Forscherteam um den Neurologen Brian Clark von der Ohio University führte das Experiment mit 29 Probanden durch. Für einen Monat verbanden die Wissenschaftler den Testpersonen mit Gips die Handgelenke, so dass sie diese nicht mehr bewegen konnten. Die eine Hälfte der Probanden sollte daraufhin fünf Tage die Woche für jeweils elf Minuten nur daran denken, das Handgelenk zu trainieren.

Das erstaunliche Ergebnis: Bei beiden Gruppen baute die Muskulatur ab. Die Gruppe aber, die mentale Übungen machen musste, hatte nach dem Monat immer noch doppelt so starke Muskeln am Handgelenk wie die andere. Die Idee hinter dem Experiment ist zwar nicht völlig neu. Meist wird aber vernachlässigt, wie eng Psyche und Physiologie wirklich miteinander verbunden sind. Der Test zeigt uns, wie stark dieser Zusammenhang ist.

Um die Unterschiede zwischen den Teilnehmern zu messen, platzierten die Forscher ein Magnetfeld über deren Motocortex, einem Bereich der Großhirnrinde. Aktivierten sie das Magnetfeld, bewegten sich die Muskeln der Testperson, um dann für einen kurzen Moment zu erstarren. Je länger diese Phase der Paralysierung dauerte, so die Forscher, desto schwächer sind die Verbindungen vom Gehirn zum Muskel.  Die Testpersonen, die geistige Übungen gemacht hatten, schnitten bei diesen Tests besser ab.

Geistiges Training statt Sport?

Unsere Schlussfolgerung: Wir lassen uns an den Schreibtisch binden – gerade so, dass wir noch Artikel schreiben können. Und hin und wieder denken wir ganz fest daran, wie wir über einen Fußballplatz stolpern würden. Dann bleiben wir ganz sicher in Form.

Ganz so ist es natürlich auch wieder nicht. Geistiges Training kann körperliche Aktivität selbstverständlich nicht ersetzen. Manchmal würden wir es uns aber wünschen.

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