Diese Tattoos sagen dir, wenn dein Blutzuckerspiegel zu hoch ist
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Diese Tattoos sagen dir, wenn dein Blutzuckerspiegel zu hoch ist

vor 3 Monaten

Menschen mit Diabetes I oder II müssen ständig ihre Blutzuckerwerte im Blick behalten. Mittlerweile gibt es kleine Geräte, die man überall mit hin nehmen kann. Trotzdem ist die Prozedur natürlich aufwendig. Da könnte folgende Erfindung eine geniale Alternative sein.

Die Methoden, den Blutzuckerspiegel zu messen, werden ständig ausgereifter. Mobile Geräte sind ein guter Anfang. Trotzdem muss man als Diabetiker natürlich selbst dran denken. Man piekst sich in den Finger und gibt einen Tropfen Blut auf einen Teststreifen.

Wie cool wäre es, wenn man schon etwas am bzw. im Körper hätte, das einem automatisch mitteilt, wenn etwas nicht stimmt? Das dachten sich auch Forscher der Harvard Medical School und vom MIT und entwickelten ein spezielles Tattoo. Das wird mit einer Tinte gestochen, die dem Träger Informationen über die Zusammensetzung des Blutes übermittelt: Das Tattoo wechselt die Farbe, wenn etwas nicht stimmt.

Das klingt nicht nur genial, sondern ist es auch – vorausgesetzt, man mag Tattoos. Wie genau das aussieht, welche Form es hat, kann man selbst wählen. Eben wie ein echtes Tattoo. Es heißt Dermal Abyss Ink, befindet sich aber momentan noch in der Testphase. Man kann sich also noch keins stechen lassen. Tests mit Schweinehaut, die dem des Menschen sehr ähnlich ist, waren jedoch bereits erfolgreich.

Die Tinte misst deinen pH-Spiegel, aber auch die Werte von Natrium und Zucker im Blutkreislauf. Das Tattoo ist allerdings nicht direkt mit dem Blutkreislauf verbunden, vielmehr überwacht es deine Interstitialflüssigkeit. Das ist die Gewebeflüssigkeit, die deine Gewebezellen umgibt. Und innerhalb dieser Flüssigkeit befinden sich Wasser, Ionen, gelöste Substanzen wie Salze, Zucker, Fett- und Aminosäuren und Hormone. Das strömt alles durch die Gefäße und die Tinte kann die Werte messen.

Befindet sich zu viel Glukose im Blut, färbt sich die Tattootinte braun, zu viel Natrium und es wird grün. Ändert sich dein pH-Wert signifikant, wird das Tattoo pink oder lila. Die Haut wird auf diese Weise sozusagen zum Diabetes-Display.

Jetzt ist das Entwickler-Team dabei, die Tinte auch am Menschen zu testen. Können Hautirritationen auftreten? Wie verhält es sich mit Allergien? Lässt die „Wirkung“ der Tinte irgendwann nach?

Für junge Menschen, die eh schon Tattoos haben oder noch welche wollen, könnte diese Methode eine gelungene Alternative darstellen. Ein Tattoo hat man sein ganzes Leben, Diabetes leider auch (zumindest noch, an einem Heilmittel wird gerade geforscht).

Hier wird die Methode nochmal im Video erklärt:

Das Problem an Diabetes ist der viele Zucker im Blut, für den nicht ausreichend Insulin zum Abtransport produziert werden kann. Ein wesentlich gesünderer Zuckerersatz soll Erythrit sein. Dazu noch kalorienarm. Aber wie verwendet man es, woher bekommt man es und schmeckt das? Wir haben uns das genauer angeschaut:

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