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Seit er ganz kurz tot war, klont dieser Mann die höchsten Bäume der Welt

vor 3 Wochen

David Milarch starb vor über zwanzig Jahren an Nierenversagen. Ganz kurz. Er wurde wiederbelebt. Und in den wenigen Sekunden seines Todes erkannte er ganz plötzlich seine Lebens-Mission:  Er will die höchsten Wälder der Welt klonen.

Für David Milarch, Gärtner in der dritten Generation, war sein Tod erst der Anfang. „Ich bin wegen Nierenversagens gestorben. Ich wurde für tot gehalten. Überraschenderweise kehrte ich ins Leben zurück“, erzählt er.

Und plötzlich kannte er seine Mission. Die kam nicht von irgendwoher, sondern von ganz oben. Milarch erschienen nämlich Engel, die ihm eine traurige Botschaft überbrachten: Die Welt stecke in einem tiefen Schlamassel. Immer mehr Bäume sterben und mit ihnen auch irgendwann die Menschen.

Dabei waren Wälder für Milarch schon immer etwas ganz Besonderes. „Durch einen Wald voller alter Redwoods zu gehen, ist für mich bei weitem die spirituellste, grundlegendste Bewusstseinsänderung. Jedes einzelne Mal.“ Was genau er mit den stillen Riesen verbindet und wie er ihnen helfen möchte, erklärt er im Kurzfilm“Moving the Giants“. Der ist aus der Zusammenarbeit von The Story Group und Spoken Image entstanden und hier zu sehen:

David begann also, die höchsten, stärksten Bäume der Welt zu klonen. Das klingt nach Science-Fiction, ist in der Pflanzenzucht aber ein ganz normaler Prozess.  Dadurch können sich erstens die Bestände erholen. Zweitens können die Bäume in kühlere Gebiete umgesiedelt und vor dem Klimawandel geschützt werden.

Der Beginn war jedoch alles andere als einfach. Viele Wissenschaftler hielten sein Vorhaben für unmöglich. Doch David gab nicht auf. Über zwanzig Jahre forschte er mit Gleichgesinnten nach Möglichkeiten, die stärksten Bäume der Welt zu klonen.

Redwood Forest
Die riesigen Redwood Bäume liegen David besonders am Herzen.
© via flickr, Michael Balint, CC BY 2.0

Heute weiß er: Es ist möglich.  Es gelang dem Team um David, den Sequoia sowie den Redwood zu klonen. Das sind zwei der drei noch lebenden Arten aus der Unterfamilie der Mammutbäume. Alle anderen sind bereits ausgestorben.

Der größte bekannte Baum ist mit über 115 Metern übrigens ein Redwood namens „Hyperion“. Doch Redwoods sind nicht nur wegen ihrer Riesengröße eine ganz besondere Art. Sie können über 2.000 Jahre alt werden. „Es ist fast unmöglich, einen Redwood zu zerstören“, erklärt Milarch. Ihre Rinde ist nämlich so stark, dass Insekten und Pilze ihnen fast nichts anhaben können.

Als David die widerstandsfähigsten Bäume der Welt suchte, hat er sich also zu Recht für diese zwei Arten entschieden. Denn sie sind in Gefahr. „Nur noch vier Prozent der Redwoods sind übrig“, erklärt David. Der Rest fiel dem Menschen zum Opfer. Das will der Naturschützer nicht hinnehmen: „Es ist meine Aufgabe, alles in meiner Macht stehende zu tun, um jeden einzelnen Baum zurückzubringen. Und wisst ihr was? Genau das werde ich tun.“

Methuselah
Der älteste Baum der Welt heißt „Methuselah“ und ist über 5.000 Jahre alt.
© via flickr, Chao Yen, CC BY-ND 2.0

Der älteste Baum der Welt ist übrigens kein Redwood, sondern „Methuselah“. Das ist eine sogenannte Langlebige Kiefer. Um die Sammlung der stärksten Bäume aufzupeppen, hat David auch Setzlinge dieser Art angepflanzt.

Mit viel Ambition versucht David seit seiner Wiedergeburt, die Zukunft der Wälder zu retten. Welche Fortschritte sein Team damit macht, sehen wir hoffentlich bald.

Der größte Kaschubaum der Welt steht übrigens in Brasilien. Im Gegensatz zu normalen Bäumen weist dieses Exemplar eine genetische Anomalie auf. Mehr zu dem spektakulärem Phänomen gibt’ es hier:

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