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Fünf deiner Lieblings-Lebensmittel könnte es bald nicht mehr geben

vor 1 Woche

Und daran sind wir ganz allein Schuld. Klimawandel-Gegner sagen immer, wir würden ja keine Auswirkungen davon spüren. Vielleicht schon, denn ein paar unserer liebsten Nahrungsmittel werden untergehen. Zumindest, wenn man den Statistiken glaubt und nichts dagegen unternimmt.

Wir geben erst mal Entwarnung: Diese Lebensmittel werden wahrscheinlich nicht so schnell aus unseren Regalen verschwinden, weil wir Mittel und Wege finden werden, sie zu erhalten. Im Zweifelsfall werden sie wesentlich teurer als bisher und somit zu Luxusprodukten.

Avocado

Ja, wir lieben alle Avocados. Das ist auch gut so, denn sie beinhalten gesunde Fette, sind lecker und man kann verschiedenste Dinge mit ihnen anstellen. Aber sie sind – ökologisch gesehen – großer Mist. Denn sie brauchen unglaublich viel Wasser (1.000 Liter für zweieinhalb Avocados). Momentan werden 80 Prozent der US-amerikanischen Avocados in Kalifornien angebaut. In der Wüste also. Wo es sowieso schon ziemlich trocken ist. In Zukunft werden sie also teurer und der Anbau komplizierter. Die Avocados, die wir Deutschen im Supermarkt kaufen können, kommen meist aus Brasilien. Wie dort der Anbau funktioniert und was er für die lokalen Bauern bedeutet, zeigen wir euch hier:

Kaffee

Laut der CBC News wird es 2080 wahrscheinlich 70 Prozent unseres Kaffees nicht mehr geben. Klar, das ist noch lange hin. Aber wie furchtbar wäre die Vorstellung, unsere Enkelkinder könnten diesen Wachmacher am Morgen nicht mehr schlürfen. Vor allem liegt der drohende Untergang am Klimawandel. Es ist zu warm. Der meiste Kaffee wird aus Arabica-Bohnen hergestellt, der rund um den Äquator angebaut wird. Und er wächst am liebsten zwischen 18 und 25 Grad Celsius. Wird diese Temperatur überstiegen, reifen die Pflanzen zu schnell und der Geschmack verändert sich. Nicht nur deshalb werden immer wieder andere Kaffee-Sorten und -Varianten getestet. Und echte Kaffee-Liebhaber sollten auf jeden Fall diese sechs probiert haben:

Kichererbsen

Hummus ist superlecker, gesund und eignet sich perfekt zum Dippen. Aber: Ohne Kichererbsen kein Hummus. Und mit den Kichererbsen verhält es sich ähnlich wie mit den Avocados. Sie benötigen – gerade am Ende der Wachstumszeit – viel Wasser. Aber auch ihre Beliebtheit spielt eine Rolle. Vor zwanzig Jahren noch kannten die wenigsten bei uns Falafel oder Hummus – Klassiker der israelischen Küche. Die Produktion steigt weiter an. Deshalb arbeiten Forscher jetzt schon an einer neuen Kichererbse. Sie kann noch in der Regenzeit angebaut werden und so braucht es keine zusätzliche Bewässerung. Denn sonst könnten wir sie wohl bald nicht mehr bezahlen.

Fisch

Wir haben schon häufiger davon gehört, dass wir gerade unsere Meere leerfischen. Thunfisch wird es bald nicht mehr geben, wenn wir so weitermachen. Das liegt vor allem auch daran, dass er immer beliebter wird – Sushi sei Dank. Deshalb arbeiten Organisationen wie der WWF an einer Methode, die für Mensch und Tier von Vorteil ist. Aber nicht nur die Speisefische selbst sind überfischt. Auch steigende Zahlen des Beifangs – Delfine, Wale, Meeresschildkröten – machen Experten zu schaffen. Und sterben einige Fischarten aus, gerät das Ökosystem durcheinander und ein Teufelskreis startet.

Machen wir so weiter, gibt es 2048 keinen Fisch mehr. Auf was ihr beim Fischkauf achten solltet, was die einzelnen Siegel bedeuten und wo unser liebster Fisch herkommt, erfahrt ihr hier:

Schokolade

Eine Welt ohne Schokolade wäre eine traurige Welt. Aber eben weil wir gerne Schokolade essen, essen wir sie fast schneller als sie hergestellt werden kann. 2013 haben wir bereits 70.000 Tonnen mehr Kakao gegessen, als produziert wurde. Bis 2020 könnten es laut Experten eine Million Tonnen sein, bis 2030 zwei Millionen. Der Großteil – 70 Prozent – wird in Westafrika angebaut. Ein Gebiet, das ebenfalls von steigenden Temperaturen und sinkendem Wasserhaushalt bedroht ist. Schokolade könnte so zum Luxusgut werden.

Wir haben uns mal angeschaut, was billige von teurer Schokolade unterscheidet:

Was lernen wir daraus? Wir sollten bewusst essen. Denn: Je seltener wir etwas essen, umso mehr genießen wir es doch. Oder?

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