Costa Rica will als erstes Land Einwegplastik verbieten

Costa Rica will als erstes Land Einwegplastik verbieten

vor 3 Wochen

Plastik begegnet uns im Alltag ständig. Coffee-to-go-Becher, Wasserflaschen, Einkaufstüten – ein Tag ohne Plastik zu verwenden ist für viele schwer vorstellbar. Doch das setzt der Umwelt schwer, vor allem Einwegplastik, das meist nur einmal gebraucht und dann sofort weggeschmissen wird. Costa Rica will jetzt als erstes Land weltweit einen Schlussstrich ziehen und Einwegplastik komplett verbieten.

Pro Jahr werden weltweit mehr als 200 Millionen Tonnen Kunststoff produziert. Allein in Costa Rica sind es mehr als 4000 Tonnen pro Tag. Circa 20 Prozent davon landen nicht, wie vorgeschrieben, auf Mülldeponien, sondern in Flüssen, Seen, im Meer oder am Strand. Da eine Plastikflasche bis zu 1000 Jahre brauchen kann, um zu verrotten, sind Tiere und Umwelt tagtäglich einer enormen Belastung ausgesetzt.

Für Costa Rica Grund genug, einen Schlussstrich zu ziehen: Als erstes Land weltweit hat es nun den Entschluss gefasst, Einwegplastik komplett zu verbieten und so die Lebewesen, die Umwelt, aber auch die Menschen, die hier wohnen, vor der Umweltverschmutzung zu schützen.

Dabei folgen sie dem Beispiel Neu Delhis, denn in dieser Stadt sind Plastiktüten, Einwegflaschen und so weiter seit Anfang diesen Jahres verboten. Allerdings gilt dies nicht für den Rest Indiens, weswegen Costa Rica das weltweit erste Land wäre, das Einwegplastik komplett verbietet. Der Beschluss dazu erfolgte auf Eigeninitiative der Regierung, wird mittlerweile aber kräftig von der UNO unterstützt.

Der Plan: Bis 2021 möchte das Land jegliche Form von Einwegplastik aus sämtlichen Haushalten, Supermärkten, Coffee-Shops und Firmen verbannen. Sämtliche Verpackungen sollen durch Material ersetzt werden, das innerhalb von maximal sechs Monaten biologisch abbaubar ist. Alternativen wären zum Beispiel Wasserflaschen aus Algen oder Folie aus Milchprotein.

Viel mehr Länder sollten dem Beispiel von Costa Rica folgen und dem Plastikmüll eine Deadline setzen. Denn jedes Jahr sterben bis zu 100.000 Meeresbewohner an Plastikmüll. 100.000 Gründe mehr, den Plastikmüll endgültig zu verbannen.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Alternativen für Plastikverpackungen. In diesem Video erfährst du mehr zu den neuen und smarten Verpackungen.

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